Ev.-Luth. Schwesterkirchgemeinden Altmittweida & Ottendorf
Willkommen bei der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Altmittweida
Unsere Kirche

Ab dem Jahre 1539 begann die evangelische Lehre in der Gemeinde. In den darauf folgenden Jahren herschte Pest und forderte 290 Tote. Am 1. April 1738 brannte die Kirche bis auf den Turm, gemeinsam mit Schulhaus und Pfarrhaus ab. Im gleichen Jahr erfolgte bis 1739 die Erbauung der Kirche an den noch vorhandenen Turm. 1739 dann erhielt die Gemeinde drei Glocken von Wienhold zu Dresden in Bronze gegossen. 1743 wurde der barocke Kirchenbau durch Aufsetzen der Turmbekrönung vollendet. Der Altar, die Kanzel und die Orgel wurden dann in den Jahren 1748 bis 1756 eingebaut.
„Der Erneuerungsbau an unserm Gotteshause hat die Zeit vom 15. April 1894 bis zum 3. Juni 1895 in Anspruch genommen. Glücklicherweise wuchs ein Kapital in aller Stille heran, das der am 31. Juli 1857 verstorbene Ortsrichter Christian Gotthold Kahle in Höhe von 1200 Mk. zur Beschaffung einer Orgel gestiftet hatte. In 40 Jahren hatte sich dies Kapital mehr als vervierfacht und war im Verein mit der immer mehr entkräfteten Orgel eine stete Mahnung für den Kirchenvorstand, den Bau nicht aus den Augen zu verlieren. Hatte doch der Orgelbauer schon vor Jahren erklärt, dass er eine Reparatur der Orgel unmöglich vornehmen könne. Dazu war das Innere der Kirche immer unscheinbarer geworden und schien immer weniger geeignet, den Zweck der Erbauung zu fördern. War doch seit vielen Jahren nichts und vielleicht seit der Erbauung der Kirche im Jahre 1738 und 1739 nichts Ernstliches zu ihrer Instandhaltung und Verschönerung geschehen. So regte sich wohl in der ganzen Gemeinde der Wunsch, nach dem Vorgange der Nachbargemeinden das Gotteshaus würdig zu erneuern… . Über die Orgel hat Herr Organist Buße aus Chemnitz ein ausführliches Gutachten abgegeben, an dessen Schlusse folgendes Gesamturteil steht: Herr Orgelbaumeister Paul Schmeisser aus Rochlitz hat für die Kirche zu Altmittweida ein zweimanualiges Orgelwerk mit 18 Stimmen erbaut, das sich bei strengster und umfassender Prüfung durchaus als ein Kunstwerk von tadelloser Wohlgelungenheit darstellte. Sowohl die Auswahl des Materials, als auch dessen außerordentlich sorgfältige Verarbeitung verdienen uneingeschränktes Lob. Möge das prächtige Werk recht lange seine Stimme zur Erbauung der Gemeinde und zum Preise des Höchsten erklingen lassen!“ 1917 verfügte das Kriegsministerium, dass alle Bronzeglocken und der Orgelprospekt aus Zinn abzugeben sind. Die Gemeinde gab damit ihre große und mittlere Glocke ab. Der Orgelprospekt aus Zinn wurde ausgebaut und 1919 durch ein Zinnprospekt mit Aluminiumbronze überzogen ersetzt. Es folgte im Jahre 1921 der Verkauf der kleinen Glocke an die Kirchgemeinde Neukirch. Es wurden dann drei neue Glocken aus Klangstahl in den Tönen g, h, d angeschaft und nach einer Reparatur am Turm eingebaut. Pazerbeschuß am 28. Mai 1945 durch Amerikaner machte die Reparatur an Fenstern, Kirchendach, Kirchturm, Türen und der Orgel erforderlich. Ein Umbau des Altares sowie die Erneuerung der Licht- und Kraftanlage, die Erneuerung der Innenbemalung sowie die Durchführung des chemischen Holzschutzes der gesamten Dachkonstruktion erfolgten im Jahre 1960.
Als nach 100 Jahren die Schäden nun so groß waren, erfolgten umfangreiche Sanierungs- und Reparaturarbeiten. Bereits am 07. Februar 1996 wurde eine neue Wetterfahne auf dem Kirchturm angebracht. In den folgenden Jahren wurde der komplette Dachstuhl saniert, die Glocken überholt, die Fenster restauriert und schutzverglast sowie das Sakristeidach als Kuppeldach neu angefertigt.


© 2018 Schwesterkirchgemeinden Altmittweida und Ottendorf